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Alltag

Spielen und Bewegen dienen bei der Behandlung von Kindern als Medium für Erfahrungen zu Gleichgewicht, räumlicher Wahrnehmung und Körperwahrnehmung.
Den Ergotherapeuten interessiert, was ein Betroffener aufgrund seiner Erkrankung oder Verletzung nicht mehr tun kann, und wie er ihm helfen kann. Die Ergotherapie basiert auf dem Konzept, dass Kranke und Behinderte über alltags- bzw. handlungsorientierte Aktivitäten und Prozesse ihre Kompetenzen entwickeln, erhalten, wiedererlangen oder erweitern können, die sie für ein sinngebendes Leben benötigen. Ausschlaggebend ist dabei der Bezug zur Umwelt. Die Anpassung an die Umwelt ist für den Ergotherapeuten in doppelter Hinsicht bedeutsam: Einerseits geht es darum, dass sich der Patient an gegebene Umweltstrukturen anpassen muss, andererseits darum, Umweltstrukturen anzupassen, um das Leben des Betroffenen zu erleichtern.
Am Anfang der Behandlung steht eine differenzierte ergotherapeutische Befunderhebung. Anschließend erarbeitet der Ergotherapeut gemeinsam mit dem Patienten und/oder dessen Angehörigen die individuellen Behandlungsziele. Daraufhin erstellt er einen Behandlungsplan und wählt die entsprechenden Behandlungsmethoden und Medien aus. Der Ergotherapeut strukturiert den Behandlungsprozess eigenverantwortlich. Er gibt gezielte Anleitungen für den Alltag und unterstützt die Schritte zur Selbständigkeit.
Während des therapeutischen Prozesses unterliegen Ziele, Behandlungsplan und Behandlungsmethoden ständiger Anpassung. Bestimmende Faktoren sind dabei das Können des Patienten und seine sich verändernde Situation.